Bilder: Schwäbische Zeitung Online (Elmar Grathwohl)

 

In der Nähe des Museumsdorf Kürnbach hat es am Sonntagmittag gebrannt. Aus einem überdachten Werkstattanbau im Ayweg schlugen gegen 12 Uhr Flammen, was einen größeren Feuerwehreinsatz auslöste. Verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen der Polizei niemand. Besucher des angrenzenden Freilichtmuseums verfolgten die Löscharbeiten aufmerksam.

Zuerst lag die Vermutung nahe, die dicken Rauchwolken kämen vom Backhäusle oder aus der Museumsschmiede, doch rasch war klar, dass in einer benachbarten Werkstatt ein Brand ausgebrochen war. Eine bedrohlich aussehende Rauchwolke zeugte weithin vom Unglück in Kürnbach. Rasch fanden sich schaulustige Festbesucher ein, die teilweise mit Kleinkindern auf dem Arm das Lodern der Flammen beobachteten.

Feuerwehrleute im Qualm kaum noch zu sehen

Sie sahen jedoch nicht nur den Brandherd, sondern auch die ungemein flink eintreffenden Einsatzkräfte und Wehren der umliegenden Gemeinden. Souverän, routiniert und zielstrebig sicherten sie das Gebiet und begannen unmittelbar mit der Wasserzufuhr. Inzwischen herrschte so dichter Qualm, dass man die Feuerwehrleute auf der Drehleiter nicht mehr sehen konnte.

Die Stützpunktfeuerwehr Bad Schussenried war mit ihren Teilortswehren Otterswang und Reichenbach mit etwa 50 Kräften im Einsatz. Mehrere Trupps unter Atemschutz bekämpften das Feuer von drei Seiten aus und über die Drehleiter. So konnte der Brand schnell unter Kontrolle gebracht werden. Die nebenstehenden Wohnhäuser blieben von den Flammen verschont.

Fenster und Türen geschlossen halten

Wegen der starken Rauchentwicklung wurden Anwohner gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Ebenfalls vor Ort war die Feuerwehr Biberach mit dem Wechselladerfahrzeug Atemschutz, Kreisbrandmeisterin Charlotte Ziller mit ihrem Stellvertreter Florian Retsch, der Rettungsdienst und die Schnelle Einsatzgruppe (SEG) des Deutschen Roten Kreuzes.

„Wie viele Schutzengel sind das heute wohl?“, sagte eine ältere Dame mit leiser Stimme, ehe sie sich vom Zaun abwandte. Das Wort vom schützenden Engel war in vieler Munde und die Erleichterung darüber, dass der Wind nicht zum historischen Museumsdorf wehte und Gefahr brachte, war groß.

Keine Gefahr für Besucher

Museumsleiter Jürgen Kniep versicherte im Gespräch mit der „Schwäbischen Zeitung“, dass zu keiner Zeit eine Gefahr für die Dorfbesucher bestanden habe. Außerdem gebe es ein ausgeklügeltes Sicherheitskonzept und jeder Mitarbeiter wisse genau, was in solch einem Notfall zu tun sei. Zwei der Museumsangestellten sind aktive, erfahrene Feuerwehrleute und eilten noch vor dem Eintreffen der Wehren zum Brandort, um sich um die Bewohner zu kümmern und die ersten Vorbereitungen für die Löscharbeiten zu treffen.

Polizei nennt mögliche Ursache

Das Mitgefühl für die Geschädigten war groß – doch lobend sind auch die Ruhe und Besonnenheit der Festbesucher zu erwähnen. Keinerlei Unruhe oder gar Panik waren zu spüren. Zwei Stunden später konnten die meisten Einsatzkräfte in der Sicherheit, das Ausbreiten der Flammen auf benachbarte Wohngebäude verhindert zu haben, zurückkehren.

Vor Ort waren auch Polizisten, welche die Ermittlungen zur Brandursache aufnahmen. Diese dauerten zwar am Sonntagabend noch an. Doch ein Sprecher des Polizeipräsidiums Ulm nannte auf SZ-Nachfrage einen erste, mögliche Brandursache: „Vermutlich wurde der Brand durch eine Asche, die unsachgemäß entsorgt worden war, ausgelöst.“ Der Anbau sei „erheblich in Mitleidenschaft“ gezogen worden.

 

Quelle: Schwäbische Zeitung Online: https://www.schwaebische.de/landkreis/landkreis-biberach/bad-schussenried_artikel,-brand-in-k%C3%BCrnbach-feuerwehr-verhindert-durch-schnelles-eingreifen-schlimmeres-_arid,11038735.html

Pressemitteilung
02.02.2019

 

Bildunterschrift: von links nach rechts: Feuerwehrkommandant Andreas Sauter, Geehrter Dieter Patzer, Kreisfeuerwehrverbandsvorsitzender Berthold Rieger

(Mu)

Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Bad Schussenried

Zahlreiche Gäste konnte Feuerwehrkommandant Andreas Sauter zu der diesjährigen Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Bad Schussenried begrüßen, die Ende Januar in der Stadthalle Bad Schussenried stattfand. Neben dem stellvertretenden Bürgermeister Hans Steyer, Vertreter der Verwaltung, des Gemeinderats, des Landratsamtes, der Polizei und des Deutschen Roten Kreuzes konnte auch der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes Biberach e.V. Berthold Rieger und der Kreisjugendleiter Thomas Zielmann begrüßt werden.

Zu 70 Einsätzen wurde die Freiwillige Feuerwehr Bad Schussenried im Berichtsjahr 2018 alarmiert, so Feuerwehrkommandant Sauter in seinem Bericht. Insgesamt retteten die 131 aktiven Feuerwehrangehörige 56 Menschen. Mit 55 Ehrenmitgliedern der Altersabteilung und 43 Kinder- und Jugendfeuerwehrmitgliedern besteht die Feuerwehr Bad Schussenried aus 229 Feuerwehrangehörige. 54 Lehrgänge wurden besucht und dabei 805 ehrenamtliche Stunden investiert. Stolz konnte Feuerwehrkommandant Sauter auch von der Einführung der neuen Feuerwehruniform berichten, die nach einer sehr langen Lieferzeit das erste Mal am Kirchgang des Magnus-, Heimat- und Kinderfestes der Bevölkerung präsentiert werden konnte. Mit der Beschaffung eines Großstromerzeugers im Jahr 2018 kann nun auch die wichtige Notstromversorgung des Feuerwehrhauses Bad Schussenried gewährleistet werden. Der Feuerwehrbedarfsplan wurde vom Gemeinderat an eine Fachfirma vergeben und kann voraussichtlich im ersten Halbjahr 2019 dem Gemeinderat zur Beschlussfassung vorgelegt werden. Am Ende seines Jahresberichtes warb Feuerwehrkommandant Sauter bei den anwesenden Gemeinderatsmitgliedern nochmals für die Beschaffung eines wichtigen taktischen Einsatzfahrzeuges, welches letztmalig vom Kreisfeuerlöschverband mit 10.000 Euro bezuschusst werden würde.

Speziell auf die Beschlussfassung des Feuerwehrhausaltes in der Gemeinderatssitzung Anfang Februar ging auch der stellvertretende Bürgermeister Hans Steyer in seiner Ansprache ein. Zunächst sprach er aber allen Feuerwehrangehörigen seinen Dank im Namen der Bürgerschaft, der Firmen, der Verwaltung und des Gemeinderats der Stadt Bad Schussenried für das nicht selbstverständliche Engagement in der Feuerwehr aus. Auch aus diesem Grund bat er um Verständnis, dass der Gemeinderat sich in einer Sondersitzung nochmals über den Feuerwehrhaushalt 2019 unterhalten möchte. In der Sondersitzung hätte die Feuerwehr die Möglichkeit den Gemeinderatsmitgliedern zu erläutern, wieso welche Haushaltsmittel notwendig seien. So könnte auch gewährleistet werden, dass sich die Haushaltsmittel an den Anforderungen einer modernen Feuerwehr orientieren. Für das Jahr 2019 wünschte er den Feuerwehrangehörigen der Einsatzabteilungen die unbeschadete Rückkehr von allen Einsätzen.

Stellvertretender Abteilungskommandant Stadt Dieter Patzer konnte von 1.694 abgeleisteten Einsatzstunden berichten. Dabei wurde die Abteilung Stadt zu 70 Prozent in der Nacht, am Wochenende oder an Feiertagen zu Einsätzen alarmiert. Die Abteilungskommandanten aus Otterswang Stefan Rimmele, Reichenbach Manuel Daiber und Steinhausen Moritz Klaiber konnten von einer Gesamtmannschaftsstärke von 60 Feuerwehrmitgliedern und der Abarbeitung von 14 Einsätzen berichten. Natürlich durften in allen Einsatzabteilungen im Berichtsjahr die Teilnahme an kirchlichen und weltlichen Veranstaltungen sowie die Unterstützung der örtlichen Vereine bei deren Veranstaltungen nicht fehlen.

Jugendleiter Alexander Widmann konnte von zahlreichen Veranstaltungen der Jugendfeuerwehr Bad Schussenried berichten. Durch die Aufnahme von neun Jugendlichen aus der Kinderfeuerwehr und dem Übertritt von fünf Jugendlichen in die Aktive Wehr besteht die aktuelle Mannschaftsstärke aus 22 Jugendlichen, darunter zwei Mädchen. Der neue Leiter der Kinderfeuerwehr Thomas Jaster konnte von 21 abgehaltenen Übungen berichten und präsentierte die Arbeit der Kinderfeuerwehr in einem kleinen Film. Durch 14 Neuaufnahmen an der heutigen Jahreshauptversammlung besteht die Kinderfeuerwehr nun aus 21 Kinder, darunter vier Mädchen, und sechs Betreuern, so der Kinderfeuerwehrleiter Thomas Jaster.

Im Anschluss daran wurden die Aufnahmen und Beförderungen durch den stellvertretenden Bürgermeister Hans Steyer und Feuerwehrkommandant Andreas Sauter durchgeführt. Sechs Feuerwehrmitglieder wurden in die Einsatzabteilungen aufgenommen und zehn Beförderungen konnten durchgeführt werden. Mit dem kürzlich eingeführten Feuerwehr-Ehrenzeichen in Bronze des Landes Baden-Württemberg für 15 Jahre Feuerwehrdienst konnten insgesamt 32 Feuerwehrangehörige geehrt werden. Josef Ott wurde mit dem Feuerwehr-Ehrenzeichen in Gold des Landes-Baden-Württemberg für 40 Jahre Feuerwehrdienst geehrt. Einen besonderen Dank richtete Feuerwehrkommandant Andreas Sauter auch an Florian Schmid und Wolfgang Welte, die fünf Jahre als Abteilungskommandant und stellvertretenden Abteilungskommandant die Geschicke der Abteilung Steinhausen geleitet haben. Der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes Biberach e.V. Berthold Rieger konnte Dieter Patzer und Erwin Waag als langjährige Kreisausbilder und Franz Bohner als langjähriges Mitglied des Abteilungsausschusses der Abteilung Stadt mit der Ehrenspange in Silber des Kreisfeuerwehrverbandes Biberach e.V. ehren. Auch der scheidende Obmann der Altersabteilung der Abteilung Stadt Günter Kuhlemann konnte Berthold Rieger eine Ehrenurkunde überreichen verbunden mit dem Dank für die herausragenden Verdienste und das Engagement aller Geehrten um das Feuerwehrwesen im Landkreis Biberach.

Zum Abschluss dankte Feuerwehrkommandant Andreas Sauter im Namen aller Feuerwehrangehörigen dem stellvertretenden Bürgermeister, dem Gemeinderat und der Stadtverwaltung für die tatkräftige Unterstützung der Feuerwehrarbeit im vergangenen Jahr. Die Jahreshauptversammlung wurde danach traditionell mit ein paar Musikstücken der Feuerwehrkapelle Bad Schussenried unter der Leitung von Walter Hermanutz geschlossen.

Pressemitteilung
24.01.2019

(Mu)

 

Bild: Freiwillige Feuerwehr Bad Schussenried

Unmittelbar nach dem Ortseingang von Reichenbach auf der L 283 ereignete sich am Dienstagvormittag ein Verkehrsunfall mit zwei beteiligten Lastwagen. Kurz nach 10 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Bad Schussenried Abteilung Stadt und Abteilung Reichenbach von der Integrierten Leitstelle Biberach mit einem Zugalarm alarmiert. Es handelte sich dabei um einen Begegnungsunfall zwischen einem mit Gasflaschen und einem mit Streusalz beladenen Lastwagen. Bei dem Zusammenstoß wurde durch die Wucht des Aufpralls bei einem Lastwagen die Fahrertür herausgerissen und die Fahrerseite komplett beschädigt. Aufgrund der guten Ladesicherung blieben die Gasflaschen unbeschädigt. Der Lastwagen war nicht mehr fahrbereit. Die beteiligten Lastwagenfahrer blieben unverletzt. Die L 283 musste bis zur Bergung der Fahrzeuge voll gesperrt werden. Die Abteilung Reichenbach übernahm die Vollsperrung bis zum Einrichten einer Umleitungsstrecke durch die Straßenmeisterei. Im Anschluss daran unterstützte die Abteilung Reichenbach die Abteilung Stadt bei der Bergung der Fahrzeuge und bei den anschließenden Aufräumarbeiten. Neben der Freiwilligen Feuerwehr Bad Schussenried war auch der stellv. Kreisbrandmeistern Florian Retsch und der Verkehrsunfalldienst aus Laupheim vor Ort. (Mu)

 

 

24 Feuerwehrangehörige aus dem ganzen Kreisgebiet haben im Bad Buchauer Feuerwehrgerätehaus die Schulbank gedrückt und für den Truppführer-Lehrgang gebüffelt. Und alle 24 Teilnehmer haben, die nicht ganz einfache Prüfung bestanden.

Meistens am Abend und einen ganzen Samstag, waren die 24 Feuerwehrangehörige 35 Stunden in zwei Wochen, im Bad Buchauer Gerätehaus mit dem Truppführer-Lehrgang beschäftigt. Die Teilnehmer aus Bad Schussenried, Uttenweiler, Offingen, Langenenslingen und Ertingen stellten sich wie weitere aus Alleshausen, Binzwangen, Bronnen, Egelfingen, Ittenhausen, Unteressendorf, Warthausen, Muttensweiler, Obersulmetingen sowie der Leitstelle Biberach der Aufgabe auf Kreisebene Truppführer bei der Feuerwehr zu werden. Als Truppführer wird das leitende Mitglied eines Trupps bezeichnet und trägt die Verantwortung für die ihm unterstellten Einsatzkräfte. Er ist einem Gruppenführer oder direkt dem Zugführer unterstellt.  Der Truppführer hat im Einsatz eine hohe Verantwortung für seinen Trupp und das verlangt viel Umsicht und Wissen. Ziel des Lehrganges ist dann auch die Befähigung einen Trupp innerhalb einer Gruppe zu führen. Neben den Rechtsgrundlagen und der Fahrzeugkunde, steht natürlich das Thema Brennen und Löschen und der Löscheinsatz auf dem Lehrplan.Das Verhalten bei Gefahr, auch mit ABC Gefahrenstoffen, der Brandsicherheitswachdienst und nicht zuletzt die technische Hilfeleistung sind dann ein weiteres Thema des Lehrganges und bei der abschließenden Prüfung.

Der Truppführer ist zum Beispiel bei einem Löschangriff in einem Gebäude selbst mit dabei und muss dann auch selbstständige Entscheidungen treffen können, ist aber auch zugleich Verbindungsmann für die Einsatzleitung im Außenbereich, eigentlich das Auge nach außen, damit sich diese und weitere Lösch-Trupps ein Bild der Situation im Gebäude machen können. Die Wirkung verschiedener Löschmittel und deren Löschwirkung, aber auch deren Einsatzmöglichkeiten und -grenzen und davon eventuell ausgehende Gefahren gehören unter anderem zum Ausbildungsziel eines Truppführers. An einem leerstehenden Betriebsgebäude in Bad Buchau ging es dann nach der vielen Theorie zum praktischen Teil des Lehrganges. Eine Staubexplosion, so wurde angenommen, setzte Gebäudeteile in Brand, und einige vermisste Personen wurden auch gemeldet. Hier hatten die sechs Buchauer Kreisausbilder Gebhard Briem, Johannes Daiber, Rainer Keppeler, Jochen Küfner, Markus Zäh und Klaus Merz einen vielseitigen Brand- und Rettungseinsatz vorbereitet bei dem die "Prüflinge" alle Register ziehen mussten. Von der Personenrettung aus dem brennenden Gebäude bis zum Löschangriff durch mehrere Trupps, Aufbau der Wasserversorgung, Position der Einsatzfahrzeuge und Erstversorgung einiger Verletzten war alles eingebaut, was ein Truppführer im realen Einsatz antreffen kann. Mehr als zufrieden zeigte sich hinterher Kreisausbilder und Kommandant der Buchauer Wehr Klaus Merz.   Gut, so Merz, sei auch die theoretische Prüfung ausgefallen, dies zeige doch dass die angehenden Truppführer sich zu 100% ihrer Aufgabe als Truppführer bewusst seien. Nach bestandenem Truppführer-Lehrgang steht den Feuerwehrwehrangehörigen nun der Weg für weiterführende Lehrgänge an der Landesfeuerwehrschule in Bruchsal offen. 

Quelle Bericht/Foto:  Feuerwehr Bad Buchau, Klaus Weiss      15.10.2018

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